
Dein erster Marathon: Tipps & Vorbereitung für Anfänger
Elisabeth Grund ist leidenschaftliche Marathonläuferin und hat bereits an 31 Marathons teilgenommen. Ihre Erfahrung reicht von großen City-Marathons bis zu anspruchsvollen Langdistanzrennen in Europa. In diesem Artikel teilt sie ihre besten Tipps für Anfänger, die ihren ersten Marathon planen.
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Der erste Marathon ist für viele Läufer ein riesiges Ziel. 42,195 Kilometer sind eine Distanz, die Respekt einflößt, träumen lässt und manchmal auch ein bisschen Angst macht.
Gerade deshalb ist es besonders wichtig, dass der erste Marathon anfängerfreundlich ist und man mit guter Vorbereitung und der richtigen Rennstrategie an den Start geht.
Denn diese erste Erfahrung kann prägend sein – im besten Fall motivierend für viele weitere Laufabenteuer.
In diesem Artikel teile ich meine wichtigsten Tipps für Anfänger, die ihren ersten Marathon planen, und zeige, welche Marathons in Europa besonders anfängerfreundlich sind.
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Springe zu: Was macht einen Marathon für Anfänger geeignet? | Welche Marathons in Europa eignen sich für Anfänger? | Tipps für den ersten Marathon | Häufige Fehler beim ersten Marathon | Die besten Marathonschuhe für Anfänger | FAQ |
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Was macht einen Marathon für Anfänger geeignet?
Ein guter Marathon für Anfänger sollte möglichst wenig unnötige zusätzliche Belastung mitbringen. Für mich gibt es deshalb einige klare Kriterien, die einen anfängerfreundlichen Marathon ausmachen.
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1. Eine möglichst flache Strecke
Gerade beim ersten Marathon sollte man zusätzliche Belastungen vermeiden.
Eine flache Strecke mit angenehmem Untergrund ist Gold wert. Wenig Kopfsteinpflaster, keine extremen Höhenmeter, keine technischen Passagen – als Anfänger ist man mit der Distanz schon genug gefordert.
Jeder zusätzliche Reiz kostet Energie, die man auf den letzten Kilometern dringend braucht.
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2. Die richtige Teilnehmerzahl
Auch die Größe des Events spielt eine Rolle. Zu große Starterfelder können dazu führen, dass man zu schnell losläuft.
Zu kleine Veranstaltungen wiederum können mental schwierig sein, weil man niemanden hat, an den man sich mal „dranhängen“ kann. Eine moderate Teilnehmerzahl ist beim Marathonlaufen ideal.
Oft liegt dieser “Sweet Spot” bei etwa 8.000 bis 25.000 Teilnehmenden - groß genug für Dynamik und Stimmung, aber noch ohne extremes Gedränge.
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3. Gute Stimmung entlang der Strecke
Beim ersten Marathon kann die Unterstützung der Zuschauer spürbar helfen. Entlang der Strecke angefeuert zu werden, trägt einen oft durch die schwierigen Momente, in denen man ans Aufgeben denkt.
Zum Glück haben viele City-Marathons eine tolle Atmosphäre mit Musik, fröhlichen Menschen und guter Laune. Das hilft besonders dann, wenn es hinten raus richtig weh tut.
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4. Der Sightseeing-Faktor
Ein sogenannter „Sightseeing-Marathon“ kann für den ersten Marathon perfekt sein. Eine Stadt, die man sowieso schon immer sehen wollte, motiviert zusätzlich. Sehenswürdigkeiten, schöne Ausblicke, vielleicht sogar Meer oder Berge.
Diese Eindrücke lenken ab und geben mentale Energie. Man sammelt nicht nur Kilometer, sondern auch Erinnerungen!
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Welche Marathons in Europa eignen sich für Anfänger?
| Frankfurt Marathon (Deutschland) | Bremen Marathon (Deutschland) | Hamburg Marathon (Deutschland) | Prag Marathon (Tschechien) | |
| Streckenprofil | Sehr flach | Sehr flach | Flach | Flach, aber Brücken und Kopfsteinpflaster |
| Höhenmeter | 28 m | 42 m | 140 m | 75 m |
| Teilnehmerzahl | 17.000 | 11.000 | 11.200 | 7.600 |
| Ø Wettkampftemperatur | 10-15 °C | 15-20 °C | 10-15 °C | 15 °C |
| Beginner-Freundlichkeit | 5/5 | 5/5 | 4/5 | 3/5 |
*Alle Marathons in dieser Übersicht wurden von Elli selbst gelaufen und bewertet.
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1. Frankfurt Marathon (Deutschland)
Beginner-Freundlichkeit: 5/5
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Der Frankfurt Marathon ist mein absoluter Lieblings-Marathon, weil hier einfach alles stimmt.
Die Strecke ist mit nur etwa 28 Höhenmetern extrem flach und dadurch perfekt für Einsteiger geeignet. Man kann sein Tempo konstant laufen, ohne ständig gegen Anstiege arbeiten zu müssen. Mit rund 17.000 Teilnehmenden ist das Feld groß genug für eine tolle Atmosphäre, wirkt gleichzeitig aber nicht überwältigend.
Die Temperaturen liegen im Oktober meist zwischen 10 und 15 Grad – also nahezu ideal für einen Marathon.
Das absolute Highlight ist der Zieleinlauf in die Festhalle. Die Stimmung, das Licht, die Menschen – einfach
Gänsehaut pur. Für mich verdient dieser Marathon 5 Punkte in Sachen Beginner-Freundlichkeit.
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Vorteile für Anfänger:
● Sehr flache Marathonstrecke
● Angenehme Temperaturen
● Starke Zuschauerstimmung
● Sehr gute Organisation
● Emotionaler Zieleinlauf
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2. Bremen Marathon (Deutschland)
Beginner-Freundlichkeit: 5/5
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Der Bremen Marathon war für mich eine echte Überraschung.
Mit nur 42 Höhenmetern ist auch diese Strecke sehr flach und damit gut kontrollierbar.
Rund 11.000 Teilnehmende sorgen für eine angenehme Dynamik. Besonders schön finde ich, dass die Strecke abwechslungsreich ist – man hat viel zu sehen, was gerade beim ersten Marathon mental sehr hilft.
Die Temperaturen sind mit 15–20 Grad etwas wärmer, aber meist noch gut laufbar.
Insgesamt ist der Bremen Marathon sehr anfängerfreundlich und bekommt deshalb 5/5 Punkte in meiner Skala.
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Vorteile für Anfänger:
● Flacher Kurs
● Angenehme Eventgröße
● Abwechslungsreiche Strecke
● Gute mentale Unterstützung durch viele Eindrücke
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3. Hamburg Marathon (Deutschland)
Beginner-Freundlichkeit: 4/5
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Der Hamburg Marathon überzeugt mit seiner einzigartigen Stimmung und die Atmosphäre trägt einen fast wie von selbst durch das Rennen. Die Strecke führt unter anderem über die Reeperbahn, was definitiv für besondere Momente sorgt.
Mit etwa 140 Höhenmetern ist er nicht ganz so flach wie Frankfurt oder Bremen, aber insgesamt immer noch gut für Anfänger machbar. 10–15 Grad am Wettkampftag sind ebenfalls angenehm.
Insgesamt ist der Hamburg-Marathon etwas anspruchsvoller als Frankfurt oder Bremen und ich gebe ihm 4 Punkte für Beginner-Freundlichkeit.
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Vorteile für Anfänger:
● Große Zuschauer-Unterstützung
● Motivierende Stimmung
● Gute Organisation
● Flacher bis leicht welliger Kurs
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4. Prag Marathon (Tschechien)
Beginner-Freundlichkeit: 3/5
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Prag ist landschaftlich und kulturell ein absolutes Highlight. Die Strecke ist mit rund 75 Höhenmetern zwar grundsätzlich flach, aber es gibt einige Brücken und teilweise Kopfsteinpflaster.
Die Strecke durch die Altstadt ist wunderschön, aber man sollte wissen, dass der Untergrund und die Brücken Kraft kosten können. Genau das macht das Rennen anspruchsvoller – besonders, wenn man diese Untergründe nicht gewohnt ist.
Mit etwa 7.600 Teilnehmenden ist das Feld überschaubar, was ich persönlich sehr angenehm finde.
Insgesamt stufe ich den Prag-Marathon mit 3 Punkten als mittelmäßig anfängerfreundlich ein.
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Vorteile für Anfänger:
● Wunderschöne Sightseeing-Strecke
● Gute Organisation
● Überschaubares Teilnehmerfeld
● Motivierende Kulisse
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Tipps für den ersten Marathon
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1. Nutze die ABC-Zielstrategie
Meine liebste mentale Strategie für einen Marathon ist die sogenannte ABC-Zielsetzung.
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Ziel A: Dein großes Ziel – vielleicht eine Wunschzeit oder sogar eine neue Bestzeit.
Ziel B: Ein realistisches, defensiveres Ziel.
Ziel C: Einfach nur finishen.
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Der große Vorteil bei dieser Strategie ist, dass du immer ein Ziel erreichst – egal, wie das Rennen läuft. Wenn du merkst, dass Ziel A an diesem Tag nicht drin ist, kannst du bewusst umschalten. Das nimmt Druck raus und hilft, mental stabil zu bleiben.
Gerade Anfängern empfehle ich, die Ziele bewusst niedrig anzusetzen. Der erste Marathon ist kein Ort für überzogene Erwartungen. Es geht ums Ankommen und ums Erleben.
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2. Laufe die erste Hälfte bewusst langsamer
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Man unterschätzt schnell, wie sehr die letzten 12–15 Kilometer fordern können. Der Marathon beginnt nicht bei Kilometer 1, sondern oft erst bei Kilometer 30. Deshalb gilt besonders für Anfänger: Lieber etwas zu langsam starten als zu schnell.
Wenn du dich bei Kilometer 21 noch locker fühlst, hast du alles richtig gemacht. Geduld ist hier deine größte Stärke.
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3. Lange Läufe sind der Schlüssel in deiner Vorbereitung
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Im Marathontraining sind lange, langsame Läufe absolut essenziell. Der Körper muss lernen, lange unter Belastung zu arbeiten. Diese Einheiten sind nicht nur körperliches, sondern auch mentales Training.
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4. Krafttraining nicht unterschätzen
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Viele Anfänger konzentrieren sich in der Marathonvorbereitung oft nur aufs Laufen.
Dabei hilft Krafttraining dabei, den Laufstil zu stabilisieren, ökonomischer zu laufen und Verletzungen vorzubeugen.
Gerade auf der Marathon-Distanz macht sich das bezahlt.
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5. Ernährung und Verpflegung testen
Mein erster Marathon war ehrlich gesagt kein gutes Erlebnis. Nicht wegen der Strecke oder der Distanz, sondern wegen starker Magenschmerzen. Ich habe damals gelernt: Ernährung ist kein Nebenthema.
In der Vorbereitung ist es sehr wichtig, ausreichend und bewusst zu essen.
Carboloading sollte sinnvoll sein und nicht übertrieben werden.
Und vor allem gilt: Im Wettkampf sollte man niemals etwas Neues ausprobieren.
Heute verpflege ich mich mit meinen bewährten Energiegels alle 5-7 Kilometer. Besonders auf den letzten Kilometern merke ich, wie viel Energie das noch freisetzt.
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Häufige Fehler beim ersten Marathon
Viele Fehler beim ersten Marathon entstehen nicht durch mangelnde Fitness, sondern durch falsches Pacing oder schlechte Vorbereitung.
● Zu schnelles Anfangstempo
● Zu wenig Verpflegung
● Neue Laufschuhe am Wettkampftag
● Zu wenig Regeneration im Training
● Unrealistische Zielzeiten
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Die besten Marathonschuhe für Anfänger
Der richtige Laufschuh kann beim ersten Marathon einen riesigen Unterschied machen.
Besonders für Anfänger empfehle ich einen Schuh, der:
● genügend Dämpfung bietet
● auch auf langen Läufen komfortabel bleibt
● stabil läuft, wenn die Beine müde werden
● sich im Training und Wettkampf gleichermaßen gut anfühlt
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Warum der erste Marathon so prägend ist
Ein positives erstes Marathon-Erlebnis kann deine gesamte Laufreise beeinflussen. Es gibt Selbstvertrauen und zeigt dir, dass du oft mehr schaffen kannst, als du denkst.
Mein erster Marathon war wegen meiner Magenprobleme zwar hart, aber ich habe ihn gefinisht. Ein solches Erfolgsgefühl nimmt dir niemand mehr.
Ich weiß deshalb aber auch ganz genau, wie schnell negative Erfahrungen abschrecken können. Wenn zu viele Dinge auf einmal schief laufen – falsches Tempo, schlechte Verpflegung oder eine ungeeignete Strecke – kann das richtig demotivierend sein. Deshalb ist es so wichtig, sich für den ersten Marathon bewusst einen Rahmen zu schaffen, der unterstützt statt zusätzlich fordert.
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Wenn man den ersten Marathon einmal geschafft hat, darf es später auch außergewöhnlicher werden.
Dann kann man sich an besondere Events wagen: einen Kristallmarathon unter Tage, einen anspruchsvolleren Marathon mit Höhenmetern wie in Palma oder einen Lauf an einem Ort, der einen schon immer fasziniert hat.
Aber mein wichtigster Rat bleibt:
Den ersten Marathon lieber bewusst und mit Geduld erleben, statt zu viel und zu schnell zu wollen.
Die Marathonreise ist kein Sprint. Sie ist ein Weg – und wie bei jedem langen Weg entscheidet oft der erste Schritt darüber, ob wir Lust haben, weiterzugehen.
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FAQs
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Möchtest du mehr erfahren? Wir haben die neuesten Tipps und Ratschläge von Experten für das Marathontraining und die Wettkampftage zusammengestellt. In unserer Rubrik Marathon erfährst du mehr über die wichtigsten Fragen und Antworten von Athleten, über Ausrüstungsgegenstände, Ernährungsempfehlungen und vieles mehr!
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