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Der Wander Anfänger Guide

Der Wander Anfänger Guide

Geschrieben von: The Mountaineering Company

ANFÄNGER GUIDE ZUM WANDERN – MIT MONTANE BOTSCHAFTERN MATT UND KATHRYN VON THE MOUNTAINEERING COMPANY

Matt und Kathryn sind Montane Botschafter, die das Outdoor-Leben verkörpern. Ihre Firma The Mountaineering Company bietet eine Vielzahl an Kursen und Events rund um das Thema Bergsteigen an: Von Anfänger Orientierungskursen bis hin zu fortgeschrittenen Bergtouren und Expeditionen im Ausland. Wenn sie mal keine Kurse anbieten, findest du sie meist auf Läufen mit ihrem Hirtenhund Thor rund um die Meeresklippen und Felsspalten in Snowdonia.

WIE PLANE ICH MEINE WANDERUNG AM BESTEN?

Zunächst solltest du dich über die Umgebung, in der du Wandern möchtest, informieren. Der Deutsche Wanderkompass ist hierfür eine hilfreiche Ressource. Dort findest du nicht nur nützliche Informationen zu den Wanderregionen in Deutschland, sondern auch über Fernwanderwege, Naturparks sowie Unterkünfte. Für Wandertouren in Großbritannien ist UK Hillwalking unerlässlich. Außerdem geht nichts über einen soliden Wanderführer, wie zum Beispiel die des Michael Müller Verlags. Ansonsten halten wir immer die Augen offen und schneiden gerne eine interessante Wanderroute aus Magazinen aus oder drucken sie von spannenden Webseiten aus.

BENÖTIGE ICH OUTDOOR ERFAHRUNG, UM WANDERN ZU GEHEN?

Die einfache Antwort ist: Nein. Wichtig ist, dass du dich nicht übernimmst und mit der richtigen Ausrüstung unterwegs bist. Wenn du noch nie wandern warst, nimm einfach eine bekannte Route, die gut angebunden und in der Nähe von Dörfern ist. Wenn deine Orientierungsfähigkeiten noch nicht großartig sind, empfiehlt es sich nicht in abgelegenen Bergregionen anzufangen. Also wähle am besten eine einfache Wanderung, bei der du zur Not die Wanderung einfach abbrechen kannst. Wenn du etwas mehr Erfahrung gesammelt hast und dein Orientierungssinn ausgeprägter ist, kannst du abgeschiedene Wege und Pfade erkunden.

WORAUF MUSS ICH ACHTEN, BEVOR ICH LOSLEGE?

Der wichtigste Sicherheitsfaktor ist das Wetter. Selbstverständlich sollte die Wettervorhersage eine wichtige Rolle in deiner Vorbereitung spielen. Außerdem ist adäquate Ausrüstung wichtig. Wenn du nur mit billiger wasserdichter Ausrüstung bei nassem oder kaltem Wetter unterwegs bist, wirst du mit ziemlicher Sicherheit eine schlechte Zeit haben. In Bezug auf Wind sind Geschwindigkeiten unter 40km/h meist unbedenklich. Darüber hinaus jedoch bergen Winde signifikante Risiken (z.B. Unterkühlung, Verletzungen). Checke aus diesem Grund den Wetterbericht und bring entsprechende Bekleidung.

WELCHE AUSRÜSTUNG BENÖTIGE ICH?

Das Dreilagen System funktioniert fantastisch und ist der ideale Ausgangspunkt für Wanderanfänger. Wenn du etwas Erfahrung gesammelt hast, kannst du das System dann deinen individuellen Bedürfnissen anpassen.

1. BASE LAYER

Der Basisschicht bietet dir Feuchtigkeitsmanagement. Das bedeutet, dass Schweiß unmittelbar von der Haut aufgenommen wird und zur nächsten Schicht bzw. nach außen geleitet wird. Dort kann die Feuchtigkeit dann schnell verdunsten. Dadurch wird dafür gesorgt, dass du dich nicht klebrig fühlst und zu schnell auskühlst. Moderne Kunststoff Fasern besitzen antibakterielle Eigenschaften und verhindern das Wachstum geruchsverursachender Mikroben. Diese findest du häufig sogar schon in preiswerteren Base Layern. Natürliche Fasern, wie zum Beispiel Merino besitzen ebenfalls feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften und halten dich selbst bei Nässe noch warm. Für uns ist die Montane Premino 140 ein super Basisschicht, da der Merino Polyester Mix fantastische Wärme sowie Feuchtigkeitsmanagement bietet und auch über mehrere Tage nicht anfängt zu riechen. Wenn du das Gefühl hast, bei einer langen Wanderung zu viel zu schwitzen, kannst du einfach ein Wechselstück mitnehmen.

WIR EMPFEHLEN: Montane Primino Baselayer

2. ZWISCHENSCHICHT

Die Hauptaufgabe von Mid Layern ist es dir Wärmedämmung und Atmungsaktivität zu liefern, damit deine Körpertemperatur reguliert und Feuchtigkeit abgeleitet wird. Für wenig Geld kannst du dir ein Fleece besorgen, dass normalerweise eine gute Wärmedämmung bei solidem Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Wenn du bereit bist, etwas mehr auszugeben, erhältst du technischere Materialien, wie z.B. Primaloft oder Daune. Diese bietet großartige Wärmedämmung und lassen sich extrem klein verpacken. Wir persönlich bevorzugen Kunststoff Isolierung wie Primaloft, da es dich auch bei nassem Wetter warmhält. Einige Daunenjacken verwenden zwar hydrophobische Daunen, die sind jedoch längst nicht zu so effizient bei Feuchtigkeit.

WIR EMPFEHLEN: Montane Isotope Jacke

3. AUSSENSCHICHT

Die Außenschicht ist das wichtigste, da sie dich von Wind, Regen und Schnee schützt. Wenn du noch keine Außenschicht besitzt, würde ich dir auf jeden Fall eine wasserdichte Jacke empfehlen. Eine günstige Regenjacke ist ok, wenn du nur im Flachland unterwegs bist und immer zur Not in einem Café oder Gaststätte Unterschlupf finden kannst. Wenn du jedoch in den Bergen wandern gehen möchtest, solltest du jedoch in eine solide wasserdichte Jacke investieren, da du längere Zeit Regengüssen ausgesetzt sein kannst und dabei trotzdem trocken bleiben möchtest.

WIR EMPFEHLEN: Montane Pac Plus GORE-TEX Waterproof Jacken und Montane Dynamo Waterproof Hosen

4. STIEFEL

Da jeder unterschiedliche Füße hat, empfiehlt es sich die Stiefel vor dem Kauf anzuprobieren. Was sich für den einen komfortabel anfühlt, kann beim anderen drücken. Wir empfehlen dir daher in ein Outdoor-Geschäft zu gehen und dir von einem erfahrenen Kundenberater bei der Auswahl zu helfen. Dieser kann dir die richtigen Stiefel für deine Bedürfnisse empfehlen.

5. ZUSATZAUSRÜSTUNG

Wir nehmen immer ein zusätzliches Paar Socken mit. Es gibt nichts Unangenehmeres, als dass sich deine Füße auf Grund von Feuchtigkeit in den Socken bewegen. Das führt nur zu Blasen.

Kathryn of The Mountaineering Company looking over a cliff into Sun

WAS SOLLTE ICH ESSEN?

Das beste Mittel, um deinen Körper auf langen Wanderungen mit Energie zu versorgen, sind nahrhafte, gesunde Lebensmittel. Belegte Brote, Energieriegel, Obst und Nüsse sind großartige Nahrungsmittel für die Berge und stellen sicher, dass du ein gutes Maß an Kohlenhydraten zu dir nimmst, die langsam im Körper verdaut werden. Damit hast du Energie für den ganzen Tag. Du solltest zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke vermeiden. Diese werden schnell verbrannt und sorgen für eine körperliche und emotionale Achterbahnfahrt. Nüsse und getrocknete Früchte sind ein hilfreicher Snack für das Naschen unterwegs. Außerdem solltest du das Trinken nicht vergessen. Also immer genügend Flüssigkeit mit dir führen.

Weitere Informationen findest du auf unserem Blogartikel: Die 8 besten Snacks für einen Energieschub beim Wandern

SOLLTE ICH EINE ERSTE HILFE AUSRÜSTUNG MITNEHMEN? WENN JA; WORAUF MUSS ICH ACHTEN?

Die Erste-Hilfe-Ausrüstung ist nur so gut, wie der Mensch, der sie verwendet. Du solltest eine funktionale Ausrüstung mitnehmen, mit der du Umgehen kannst. Häufige Erste-Hilfe-Bedürfnisse sind Dinge wie Blasen, Kratzer, Schnitte, Verstauchungen und die üblichen Kopfschmerzen oder Gelenkschmerzen. Wenn du einen Verband, Pflaster, eine Schere und etwas Leukoplast Klebeband dabeihast, hast du die meisten Probleme bereits abgedeckt. Antihistaminika sind für allergische Reaktionen (Stiche, Pollen) wichtig, während Energiegels für Diabetiker bei niedrigem Blutzucker hilfreich sind. In unserer jahrelangen Erfahrung in den Bergen haben sich Energie-Gels in dem Erste-Hilfe Koffer als der am häufigsten verwendete Bestandteil erwiesen.

Wenn du viel Zeit in den Bergen verbringen willst, solltest du einen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren. Alle Notfälle, mit denen wir zu tun hatten, betrafen Personen, die nicht zu unserer Gruppe gehörten. Die Situationen reichten von Menschen, die einen schweren Hitzschlag erlitten haben, bis hin zu allergischen Reaktionen und Panikattacken. Die regelmäßigen Erste-Hilfe-Kurse, an denen wir teilgenommen haben, stellten sicher, dass wir diese Leuten versorgen konnten, bis Hilfe eintraf. Das ist eine Überlegung wert, wenn du viel Zeit im Freien verbringen willst.

ERSTE HILFE AUSRÜSTUNG HIER ENTDECKEN

WIE ORIENTIERE ICH MICH?

Der richtige Orientierungssinn ist ein wichtiger Aspekt auf Wanderungen. Wanderkarten sind nach wie vor ein essenzieller Bestandteil und ein verlässliches Werkzeug, gerade dann, wenn die Technik versagt (leere Batterien, kein Empfang). Hilfreich können die Karten des jeweiligen Landesvermessungsamtes sein (hier z.B. die von Baden-Württemberg). Für Großbritannien findest du großartige Tipps auf der Homepage des Ordnance Survey (das nationale Vermessungsamt). Apps können auch bei der Orientierung behilflich sein. Dazu solltest du aber beachten, dass sie auf Strom, GPS und zum Teil Empfang angewiesen sind. Aus diesem Grund empfehlen wir eine Mischung aus Karte und Apps.

Kathryn of The Mountaineering Company jumping in the air

UNSERE TIPPS FÜR DAS WANDERN AUF HÜGELN UND IN BERGEN

1. NIMM EIN TELEFON FÜR NOTFÄLLE MIT

Wenn du dein Telefon für Navigationsapps oder als Kamera benutzt ist der Akku im Nu leer. Das kann besonders problematisch sein, wenn du einen Notruf absetzen musst. Deshalb sollte immer mindestens eine Person in der Gruppe das Telefon nur für Notfälle benutzen und in einem wasserdichten Gehäuse (oder einer Tüte) verwahren.

2. TRAGE SOLIDE WANDERSSTIEFEL

Die häufigsten Gründe Notrufe bei der Bergwacht sind Umknicken und Stürze. Mit soliden Wanderstiefeln oder bergspezifischen Wanderschuhen besitzt du immer adäquaten Grip und reduzierst so das Sturz- und Umknick-Risiko.

WANDERSTIEFEL ENTDECKEN

WANDERSCHUHE ENTDECKEN

3. ÜBERPRÜFE IMMER DEINEN RUCKSACK

Du solltest deinen Rucksack vor jedem Start checken. So gehst du sicher, dass du z.B. persönliche Medikamente, Nahrung und Bekleidungsschichten dabeihast.

Im Detail erfährst du mehr in unserem Beitrag: 4 Tipps für das richtige Befüllen des Rucksacks

4. BEREITE DICH GUT AUF DIE ROUTE VOR

Auf der Suche nach geeigneten Wanderrouten bietet es sich an, wenn man auf halbem Weg eine Pause machen kann. Perfekt dabei ist natürlich, wenn sich das mit einem niedlichen Café verbinden lässt. Wenn du dich etwas intensiver mit deiner Route befasst, findest du sicherlich kleine unabhängige Gaststätten, die deine Pausen noch etwas angenehmer gestalten.

5. HALTE DEINE HUNDE IMMER AN DER LEINE

Wenn du deinen Hund mitnimmst, sorg dafür, dass er immer an der Leine bleibt. Das ist nicht nur anderen Wanderern gegenüber umsichtig, sondern schützt auch Vieh und Wild, das sich häufig auf beliebten Routen finden lässt.

Weitere Tipps zum Laufen mit dem Hund findest du auf unserem Blog.

6. SAMMLE DEINEN MÜLL EIN

Nach deiner Rast ist es wichtig, dass du deinen Müll einsammelst und zu Hause entsorgst, damit der nächste sich genauso an der unberührten Natur erfreuen kann.

Mehr zum neuen Trend des Plogging erfährst du hier.

7. TAUCHE EIN IN DIE WELT DES WANDERN

Es gibt viele Gruppen, die über Social Media Meetups organisieren. Das ist eine fantastische Weise, um neue Menschen kennenzulernen und in Gebieten zu wandern, die man sich vielleicht allein nicht zutrauen würde. Außerdem entdeckt man häufig Routen, an die man selbst gar nicht gedacht hätte.

8. ÜBERLEGE DIR, WO DU PARKST

Die Parkplätze in beliebten Wanderzielen sind häufig sehr voll – gerade an Feiertagen oder während der Schulferien. Deshalb ist es hilfreich sich im Voraus zu Alternativen zu informieren. Dabei ist es wichtig auch immer das passende Kleingeld dabei zu haben, für den Fall, das der Parkplatz kostenpflichtig ist. Sorge immer dafür, dass du keine Zufahrt oder andere Autos mit deinem Fahrzeug blockierst.

9. SONNENCREME NICHT VERGESSEN

Gerade für längere Wanderungen empfiehlt es sich einen hohen Sonnenschutz Faktor insbesondere im Gesicht zu verwenden. Auch wenn die Sonnen nicht scheinen sollte, ist es wichtig sich einzucremen, da auch an bewölkten Tagen UV-Strahlen deine Haut beschädigen können.

10. ÜBERPRÜFE DEN WETTERBEREICHT

Sorge immer dafür, dass du eine Ahnung davon hast, wie sich das Wetter entwickelt. Gerade in Gebieten und an Tagen mit wechselhaftem Wetter ist es wichtig gewappnet zu sein. Für Berge gilt das besonders, da das Wetter sich sehr schnell (oft negativ) verändern kann. Am Fuße herrscht oftmals ein ganz anderes Wetter als auf dem Gipfel.

WIR EMPFEHLEN: Tagesschau Wetter und den Deutschen Wetterdienst, ZAMG für Österreich sowie eteoSchweiz

Zuletzt nicht vergessen! Mach dir einen schönen Tag!

Auf unserem Blog erhältst du mehr Informationen zum Trail Running und Wandern. Wenn du noch Ausrüstung benötigst, kannst du dich in unserem Trail Store sowie Outdoorstore mit allem nötigen eindecken.


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