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Die Vorteile von Green Exercise

Die Vorteile von Green Exercise

Geschrieben von: SportsShoes

Immer mehr Forscher finden heraus, dass körperliche Aktivität im Grünen positive Erfahrungen fördern kann: Dies sind zum Beispiel eine intensivierte Sinneswahrnehmung, ein Gefühl der Einheit mit der Natur und ein erneutes Gefühl des Erwachens. Die Rolle von „Green Exercise“ für die psychische Gesundheit wird immer beliebter, da Menschen sich zunehmend von der natürlichen Welt entfremden und Leiden wie das „Natur-Defizit-Syndrom“ überhandnehmen.

In jüngster Zeit fordern Ärzte in ihrem Kampf gegen Fettleibigkeit Patienten weltweit auf, sich speziell im Freien zu bewegen und bieten Naturrezepte an, die den Schwerpunkt der Medizin von ermüdenden Medikamenten hin zu aktiver Bewegung verlagern. Mehrere Studien belegen, dass körperliche Aktivitäten an der frischen Luft leichter zu bewältigen sind; dies kann unter anderem daran liegen, dass die Aussicht auf Landschaft und Natur als angenehmer empfunden wird und jegliche Aktivität somit weniger anstrengend erscheint. Und noch besser... Sport im Freien kostet nichts – du musst keinen monatlichen Mitgliedsbeitrag zahlen!

Der Psychologe Eric Brymer sagt, dass das Gefühl, wieder mit der Natur verbunden zu sein und zu erkennen, dass man Teil von etwas Größerem ist, einen sehr starken positiven Einfluss auf das psychische Wohlbefinden haben kann. Menschen, die sich im Allgemeinen in einem ausgeglichenen Gemütszustand befinden, werden bemerken, dass Aktivitäten wie Trailrunning dem Aufkommen psychischer Probleme entgegenwirken können. Diese Übungen werden als beinahe spirituelle Erfahrung empfunden, da die Verbindung zur Natur verstärkt wird. Menschen, die bereits unter psychischen Problemen und Stress leiden, werden feststellen, dass ein einfacher Spaziergang in der Natur oder eine längere Zeit im Garten eine schonendere Therapieoption darstellen. In jedem Fall werden die Vorteile von Bewegung im Grünen das Wohlbefinden steigern.

Wir bewerten die Fähigkeit zum Multi-Tasking in unserer hyper-mitteilsamen Gesellschaft meist für wichtiger als die Fähigkeit zum Innehalten. Selbst während des Trainings sind die meisten Menschen „vernetzt“, indem sie Musik hören und auf ihre Bildschirme fixiert sind. Obwohl sie körperlich trainieren, sind sie geistig von dem abgekoppelt, was der Körper tut.

Eric Brymer erforscht derzeit, wie eine intensivere Beschäftigung mit der Umwelt durch Aktivitäten langfristig zum Wohlbefinden beitragen kann. In seiner Arbeit geht es darum, wie Trailrunning den Läufer sofort in einen achtsamen Zustand versetzen kann: "Wenn Sie Trailrunning betreiben, ist es beinahe unmöglich, sich nicht genau darauf zu konzentrieren. Der Untergrund ist uneben und Sie wissen nicht sicher, was hinter der nächsten Ecke auf Sie lauert – auch wenn Sie sich dessen überhaupt nicht bewusst sind während Sie sich auf Ihre Laufroute fokussieren: Sie sind tief mit den Feinheiten Ihrer natürlichen Umgebung vertraut und interagieren mit ihr. Es geht um Ihren Körper im Raum zu dieser Zeit. Es ist das Gegenteil von Disassoziation.".

Bei Achtsamkeit geht es darum, sich auf die Gegenwart zu konzentrieren, nicht auf die Vergangenheit oder die Zukunft. Dies kann einen sehr erholsamen Effekt auf den Gemütszustand haben. Interessanterweise haben Studien gezeigt, dass Training im Grünen bei widrigen Wetterbedingungen langfristig bessere und effektivere Vorteile für das psychische Wohlbefinden bringt, da man durch diese Erfahrung eine noch intensivere Auseinandersetzung mit der Natur verspürt. Man lebt vollständiger „im Moment“.

Da die Natur nicht auf eine bestimmte Tätigkeit ausgelegt ist, wird auch nicht gewertet: Wenn du Trailrunning achtsam betreibst, kannst du in der Natur sämtliche Emotionen verspüren, ganz ohne Wertung. Dazu gehören auch Emotionen, die wir unter anderen Umständen als unangenehm und negativ empfinden, wie z. B. "Angst". Oft werten wir Emotionen als „gut“ oder „schlecht“ und die Gesellschaft gibt vor, die ein oder andere zu unterdrücken, was jedoch nicht hilfreich ist. Wenn wir beginnen, Emotionen als wichtige Information zu begreifen, können wir auch besser mit ihnen umgehen. Trailrunning kann dazu führen, dass du unangenehme oder negative Gefühle verspürst, ohne dich jedoch dafür rechtfertigen zu müssen. Denn: Es gibt einen guten Grund, warum unangenehme bzw. negative Emotionen bei uns als Spezies erhalten blieben. Sie sind wichtig und wir müssen verstehen, warum wir sie fühlen, damit wir entspechend reagieren können - ob wir rennen, kämpfen oder flüchten. Wir sollten die Reaktionsaktivität ernst nehmen.

Abenteuersportler nehmen Gefühle wie "Angst" ernst und können so sicherstellen, dass sie gründlich recherchieren und ihre Fähigkeiten, ihr Umfeld und ihre Gefühle richtig einschätzen. Dies kann in allen Lebensbereichen positiv sein, da Angst dich nicht zwangsläufig davon abhält, gewisse Dinge zu tun oder das zu sein, was du sein möchtest. Diese Fähigkeit, Gefühle zu erkennen und auch anzuerkennen, kann den Gemütszustand nachhaltig positiv beeinflussen.

Mit Dank an Dr. Eric Brymer, Dozent an der Manchester Metropolitan University.

Dr. Eric Brymer ist Psychologe mit besonderem Schwerpunkt für psychologische Vorteile von Naturerlebnissen. Seine Forschung konzentriert sich auf die Untersuchung, wie naturbasierte Erfahrungen und Interaktionen gestaltet und erleichtert werden können, um positive Ergebnisse für Mensch und Umwelt zu optimieren. Dr. Brymer Interesse gilt auch dem psychologischen Verständnis naturbasierter Erfahrungen. Aktuelle Projekte umfassen Untersuchungen zu naturbasierten Interventionen, Abenteuer- und Ökotourismuserlebnissen und den Wohlergehensvorteilen von Extremsportarten.


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