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Motivation

Tipps für nachhaltiges Laufen


Laufen gilt oft als eine der umweltfreundlichsten Sportarten: Kein Treibstoff, keine Einrichtungen, nur ein Paar Schuhe und die freie Straße. Aber selbst beim Laufen entsteht ein CO₂-Fußabdruck. Von der Herstellung und Entsorgung von Laufschuhen über synthetische Bekleidung, Reisetätigkeit zu Wettkämpfen bis hin zu Einweg-Verpackungen für Sporternährung – all diese kleinen Entscheidungen können sich im Laufe der Zeit summieren.

Die gute Nachricht ist: Nachhaltiges Laufen erfordert keinen radikalen Lebenswandel. Mit einigen praktischen Veränderungen – wie der Wahl umweltfreundlicher Laufbekleidung, dem Verlängern der Lebensdauer deiner Schuhe, der Müllreduzierung und einem Umdenken bei der Anreise zu Wettkämpfen – kannst du deinen CO₂-Fußabdruck als Läufer:in deutlich reduzieren, ohne auf Performance zu verzichten.

Egal, ob du für einen Marathon trainierst, lokale Trails erkundest oder einfach eine regelmäßige Routine aufbaust: Nachhaltigere Laufgewohnheiten können einen messbaren Unterschied machen. Fragen wie „Wie lange halten Laufchuhe?“, „Wie kann ich meine Sportausrüstung recyceln?“ oder „Welche Sportmaken setzen auf Nachhaltigkeit?“ werden immer wichtiger für Läufer:innen, die Leistung mit Verantwortung verbinden wollen.

In diesem Leitfaden stellen wir dir einfache, umsetzbare Tipps für nachhaltiges Laufen vor – von der Wahl und Pflege der Ausrüstung bis hin zu Recycling-Möglichkeiten und umweltschonenden Trainingseinheiten. Folge unseren Tipps, um ab heute bewusster zu laufen, Abfall zu reduzieren und mit jedem Kilometer einen positiven Beitrag für die Umwelt zu leisten.

Was ist nachhaltige Laufbekleidung?

Nicht alle Laufschuhe und -bekleidung sind gleich gefertigt, und die verwendeten Materialien können große Unterschiede für die Umwelt bedeuten. Wenn du nachhaltigere Optionen auswählst, achte auf Produkte mit recycelten Materialien – zum Beispiel Obermaterialien aus recyceltem Plastik oder Polyester, die Abfall reduzieren und den Verbrauch von Neumaterialien verringern.

Biobasierte Schaumstoffe, die oft aus erneuerbaren Ressourcen wie Zuckerrohr oder Algen gewonnen werden, sind eine gute Alternative zu herkömmlichen, erdölbasierten Zwischensohlen und bieten ähnliche Performance bei einer besseren Ökobilanz.

Auch das Priorisieren von natürlichen oder verantwortungsvoll gewonnenen Materialien – wie Bio-Baumwolle oder nachhaltig hergestellter Wolle – mindert die Umweltbelastung zusätzlich. Wenn du auf die Materialauswahl deiner Ausrüstung achtest, unterstützt du Marken, die aktiv versuchen, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern – und profitierst dennoch von Komfort, Langlebigkeit und hoher Performance bei deinen Läufen. [1]

Wie lange halten Laufschuhe – und wie kann man ihre Lebensdauer verlängern?

Laufschuhe halten nicht ewig – mit ein paar einfachen Maßnahmen kannst du ihre Lebensdauer jedoch erheblich steigern und so Abfall und häufige Neuanschaffungen reduzieren. Eine der effektivsten Methoden ist eine Schuh-Rotation: Wenn du zwischen verschiedenen Laufschuhen wechselst, kann der Zwischensohlen-Schaumstoff zwischen den Läufen regenerieren, wodurch jedes Paar länger hält. [2]

Die meisten Laufschuhe sind für eine Laufleistung von etwa 480–800 km ausgelegt – das hängt ab von Laufstil, Körpergewicht und Untergrund. [3] Mit guten Gewohnheiten wie einer Schuh-Rotation, regelmäßiger Reinigung und ausreichend Regenerationszeit zwischen den Läufen schaffen es viele Läufer:innen, die Lebensdauer ihrer Schuhe um 30-40 % zu verlängern. [4] Auch wenn das nicht nach viel klingt, sorgt schon eine kleine Erhöhung der Kilometer pro Paar dafür, dass du weniger oft Schuhe ersetzen musst – das mindert den ökologischen Fußabdruck und senkt den Verbrauch deutlich.

Es kann außerdem hilfreich sein, den Kilometerstand deiner Schuhe mit Plattformen wie Strava zu verfolgen – so weißt du genau, wie viele Kilometer jedes Paar hinter sich hat und kannst besser abschätzen, wann ein Tausch wirklich nötig ist. Darüber hinaus empfiehlt es sich, für unterschiedliche Arten von Läufen (z. B. lockere Einheiten, lange Läufe, schnelle Einheiten) verschiedene Schuhe zu nutzen, statt immer das gleiche Paar zu tragen. So verteilst du den Verschleiß gleichmäßiger und gibst dem Zwischensohlen-Schaumstoff Zeit zur Regeneration, was die Performance über einen längeren Zeitraum erhält.

Achte auch auf die richtige Pflege deiner Laufschuhe: Wasche deine Schuhe am besten per Hand und nicht in der Maschine, und lass sie immer an der Luft trocknen, damit die Materialien geschützt bleiben. Nutze deine Laufschuhe möglichst ausschließlich zum Laufen – trägst du sie im Alltag, nutzt sich das Material deutlich schneller ab. Kleine Veränderungen machen einen Unterschied: Bereits eine Verlängerung der Lebensdauer um 100 km sorgt für weniger Produktion, geringeren Ressourcenverbrauch und weniger Müll auf der Deponie. [5]

Falls du unsicher bist, ab wann du ein neues Paar benötigst, schau dir unseren Artikel im Hub an für weitere Tipps.

Wie gestalte ich meine Trail-Läufe nachhaltiger?

Gerade beim Laufen in der Natur – insbesondere auf Trails – ist es wichtig, nach dem Grundsatz „leave no trace“ (keine Spuren hinterlassen) zu handeln, um die Natur zu schützen. Nimm jeglichen Abfall (auch Verpackungen oder Gels) immer mit nach Hause und verwende am besten ein eigene Tüte für Müll, bis du ihn umweltgerecht entsorgen kannst. Der Einsatz von wiederverwendbaren Trinkflaschen oder Soft Flasks statt Einwegplastik sowie der Verzicht auf Pappbecher bei Races reduziert zusätzlich den Müll.

Genauso wichtig: Respektiere die Trails, indem du auf markierten Wegen bleibst, um Bodenerosion zu verhindern und die umliegende Vegetation zu schonen. Vermeide sensible Lebensräume und trage so zum Schutz von Wildtieren und empfindlichen Ökosystemen bei. Mit diesen bewussten Entscheidungen kannst du die Natur genießen und gleichzeitig erhalten – für dich und künftige Generationen. [6]

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Foto von Brian Erickson auf Unsplash

Warum ist es nachhaltiger weniger Laufbekleidung zu kaufen?

Studien zeigen, dass ein einziges Paar Laufschuhe bei der Herstellung etwa 10–25 kg CO₂ verursacht – ein erheblicher Beitrag zum ökologischen Fußabdruck häufiger Neuanschaffungen. [7] [8] [9]

Fast Fashion ist ein echtes Umweltproblem – und das betrifft auch Laufbekleidung, wenn günstig produzierte Artikel häufig ersetzt werden. Insgesamt weniger, aber dafür hochwertigere Laufschuhe oder Sportbekleidung zu kaufen, macht einen Unterschied: Langlebige Produkte bieten meist bessere Performance und halten viel länger. Überlegtere Einkäufe reduzieren unnötigen Müll und unterstützen verantwortungsbewusste Produktion. Wer auf Qualität statt Quantität setzt, verringert seinen ökologischen Fußabdruck, ohne Laufspaß einzubüßen. [10]

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Foto von Jakob Owens auf Unsplash

Wie kann man den CO₂-Fußabdruck bei der Anreise zu Wettkämpfen verringern?

Die Anreise zu unterschiedlichen Events trägt oft erheblich zum CO₂-Fußabdruck eines Läufers/einer Läuferin bei – bewusste Entscheidungen helfen, die Umweltbelastung zu verringern. Angefangen bei deinen täglichen Läufen - starte nach Möglichkeit direkt von zu Hause oder nutze öffentliche Verkehrsmittel wie Bahn, Bus oder U-Bahn statt des Autos.
Bei Gruppenläufen oder Events ist Fahrgemeinschaften bilden ein einfacher Weg, die Emissionen pro Person zu senken. [11]

Die Sportbranche trägt weltweit nennenswert zu Emissionen bei und große Events stehen zunehmend unter Druck, ihre Umweltbilanz zu verbessern. [12]

Gerade zu Wettkämpfen steigt der eigene CO₂-Fußabdruck oft durch die Reise erheblich. Wer Events daher bewusster auswählt, macht einen Unterschied: Lokale oder regionale Läufe zu bevorzugen, minimiert weite Anreisen und unterstützt die lokale Laufcommunity. Falls du zu entfernteren Veranstaltungen reist, wähle möglichst öffentliche Verkehrsmittel oder teile dir Fahrten mit anderen. Wenn du Laufreisen mit anderen Terminen kombinierst, werden diese effizienter und unnötige Wege reduziert.

Auch im Laufsport gewinnt Nachhaltigkeit bei Rennen zunehmend an Bedeutung – große Marathons wie der Paris Marathon führen inzwischen Maßnahmen ein, um Emissionen zu senken, Einwegplastik zu reduzieren und das Abfallmanagement zu verbessern. [13]

Dies spiegelt einen breiteren Wandel in der Branche: Veranstalter und Teilnehmer:innen werden sich zunehmend der ökologischen Konsequenzen von Massenevents bewusst. Wer an Läufen teilnimmt, bei denen nachhaltige Konzepte im Fokus stehen, kann seinen Sport noch besser mit einer umweltfreundlichen Lebensweise in Einklang bringen.

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Foto von Miguel A Amutio auf Unsplash

Wie entsorge ich Laufschuhe umweltfreundlich?

In Europa und Großbritannien werden jährlich große Mengen Textilien entsorgt – etwa 6–7 Millionen Tonnen Textilabfälle pro Jahr fallen allein in Europa an, von denen viele immer noch deponiert oder verbrannt werden, weil Recycling und Wiederverwendung begrenzt sind. [14] [15]

Wenn du dich fragst, wie du Laufschuhe am besten entsorgst, setze Prioritäten bei Wiederverwendung, Spende oder Recycling, bevor du sie auf den Müll gibst. Gut erhaltene Schuhe können gespendet werden, bekommen so ein zweites Leben und reduzieren Abfall. Organisationen wie JogOn sammeln brauchbare Laufschuhe und geben sie an Bedürftige weiter. Ähnliche Möglichkeiten bieten Programme wie Soles4Souls, Recycling-Initiativen von Marken wie Nike sowie lokale Aktionen von Outdoor-Händlern oder Laufclubs. Auch Renn-Kits und alte Trainingskleidung können zu Alltags-Sportbekleidung umfunktioniert werden. Wer spendet, recycelt oder wiederverwendet, macht das eigene Lauftraining nachhaltiger und unterstützt einen Kreislauf-Gedanken im Sport.

Welche Laufmarken sind besonders nachhaltig?

Marken zu unterstützen, die Wert auf Transparenz und Nachhaltigkeit legen, ist eine sehr wirksame Möglichkeit, deinen sportlichen Alltag umweltfreundlicher zu gestalten. Besonders im Outdoor- und Trailrunning-Bereich setzen viele junge Marken auf geprüfte Nachhaltigkeitsziele – darunter Patagonia, Cotopaxi, The North Face und Fjällräven, die offen über ihre Umweltauswirkungen berichten und durch recycelte Materialien, faire Produktion und Kreislaufinitiativen konkrete Schritte unternehmen. [16] [17] [18] [19]

Bei SportsShoes engagieren wir uns aktiv für weniger Umweltauswirkungen mit unserer Leave No Footprints-Strategie. Wir erfassen und minimieren Emissionen durch alle Unternehmensbereiche – vom Wareneingang bis zur Lieferung an unsere Kund:innen.
Zum 40-jährigen Bestehen investierten wir in lokale Baumpflanz- und Biodiversitätsprojekte zur Kompensation von Emissionen. Darüber hinaus suchen wir kontinuierlich nach Wegen zur Senkung von Energie-, Wasser- und Gasverbrauch sowie Abfall und Verpackungsmaterial. Gemeinsam mit unseren Lieferanten kennzeichnen wir Produkte mit geringerem ökologischen Fußabdruck, informieren Kund:innen übers Recycling und entwickeln unsere Nachhaltigkeitsstrategie laufend weiter – mit dem langfristigen Ziel, Vorreiter beim nachhaltigen Verkauf von Lauf-Equipment zu sein.

Kleine Taten, große Wirkung

Deinen ökologischen Fußabdruck als Läufer:in zu senken, verlangt keine Perfektion – sondern Bewusstheit. Jede Entscheidung zählt: ob du hochwertigere Produkte kaufst oder effizienter zu Wettkämpfen reist – langfristig summieren sich diese Schritte. Das Schöne am nachhaltigen Laufen: Es basiert auf vielen kleinen, alltagstauglichen Veränderungen.

Keine Maßnahme ist zu klein. Die Lebensdauer deiner Schuhe zu verlängern, Müll auf dem Trail aufzusammeln, transparente Marken zu unterstützen oder schlicht weniger zu kaufen – all das hilft dem Planeten. Wenn viele Läufer:innen diese bewussten Entscheidungen treffen, ergibt sich eine große gemeinsame Wirkung.

Jede:r kann etwas bewirken. Mit einfachen Nachhaltigkeitstipps kannst du schon heute die ersten Schritte für morgen machen und die Umwelt langfristig positiv beeinflussen.

Wenn du noch nachhaltiger laufen möchtest, lies unbedingt die Tipps von unserem Ambassador Gloria.

FAQs

Quellen:

[1] https://www.eea.europa.eu/en/topics/in-depth/textiles

[2] https://runkeeper.com/cms/health/why-you-should-rotate-your-running-shoes/

[3] https://www.rei.com/learn/expert-advice/replace-shoes.html

[4] https://atoms.com/articles/how-long-do-running-shoes-last

[5]https://www.runningwarehouse.com/learningcenter/gear_guides/footwear/how-to-make-your-running-shoes-last.html

[6] https://lnt.org/why/7-principles/

[7] https://www.arbor.eco/carbon-footprint/cleat

[8]https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0959652612006300?via%3Dihub

[9] https://news.mit.edu/2013/footwear-carbon-footprint-0522

[10] https://www.unep.org/news-and-stories/story/putting-brakes-fast-fashion

[11]https://www.gov.uk/government/publications/transport-energy-and-environment-statistics-notes-and-definitions/journey-emissions-comparisons-methodology-and-guidance

[12] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0959652624017074

[13] https://www.bbc.co.uk/sport/athletics/articles/cx293elnwydo

[14] https://www.eionet.europa.eu/etcs/etc-ce/products/etc-ce-report-2024-5-textile-waste-management-in-europes-circular-economy

[15] https://www.eea.europa.eu/en/analysis/publications/circularity-of-the-eu-textiles-value-chain-in-numbers

[16] https://www.patagonia.com/our-footprint/

[17] https://www.cotopaxi.com/pages/sustainable-by-design

[18] https://www.thenorthface.com/en-gb/sustainability

[19] https://www.fjallraven.com/uk/en-gb/about-fjallraven/sustainability/

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