
Marathon des Sables 2026: Vorbereitung für die Wüste
Dieser Artikel ist Teil unserer Marathon des Sables-Reihe, in der wir die Reise von SportsShoes Ambassador Samir Mouffok begleiten, der sich in diesem Jahr erneut dem härtesten Race der Welt stellt.
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Nachdem Samir den Marathon des Sables 2024 erfolgreich absolviert hat, besteht die Herausforderung der Rückkehr nicht mehr darin, sich dem Unbekannten zu stellen, sondern darin, die Vorbereitung gezielt zu optimieren. Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Rennens kehrt er in diesem Jahr mit einer gelasseneren Haltung und einem klareren Blick darauf zurück, was in der marokkanischen Sahara wirklich zählt.
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Wir haben uns vor dem Rennen mit ihm getroffen, um zu erfahren, wie sich die Vorbereitung auf einen zweiten Marathon des Sables von der ersten unterscheidet, welche Erkenntnisse seine Herangehensweise dieses Mal geprägt haben und was es wirklich braucht, um gestärkt zu einem der anspruchsvollsten Races der Welt zurückzukehren.
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Viele wären wohl der Meinung, dass es reicht, den Marathon des Sables einmal zu absolvieren – was hat dich dazu bewogen, zurückzukehren und die Herausforderung erneut anzunehmen?
Es stimmt, dass die Teilnahme am Marathon des Sables eine enorme Leistung ist. Viele meiner Läuferfreunde, die das selbst einmal erleben wollten, haben mein Abenteuer im Jahr 2024 mitverfolgt. Also dachten wir uns: Warum kehren wir nicht gemeinsam zum 40-jährigen Jubiläum des Rennens zurück?
Allein der Gedanke, diese Herausforderung erneut anzunehmen, nachdem ich aus meiner ersten Teilnahme so viel gelernt habe und jetzt von einer tollen Gruppe von Freunden begleitet werde, weckte in mir schnell den Wunsch, in die Wüste zurückzukehren!
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Das erste Mal MDS bringt vieles Unbekannte mit sich – wie hat sich deine Einstellung im Vorfeld des Rennens verändert, während du dich vorbereitest, und was fühlt sich anders an?
Beim ersten Mal hast du unzählige Fragen dazu, wie sich das Abenteuer wohl entwickeln wird; du packst mehrere Rucksäcke und füllst sie mit Dingen, die du „für alle Fälle“ dabei haben willst. Wie ein Freund von mir einmal sagte: „Beim MDS tragen wir das Gewicht unserer Ängste mit uns!“ Dein Rucksack wird ziemlich schnell sehr schwer, weil du Angst hast, dass dir vor Ort etwas ausgehen könnte.
Für dieses zweite Abenteuer habe ich mein Gepäck also leichter gepackt, weil ich weiß, was ich für die Reise brauche und was ich getrost zu Hause lassen kann. Ich komme besser mit der Hitze zurecht und habe die Etappen besser im Griff – vor allem die lange, die alle als besonders anstrengend empfinden.
Ich kehre mit einer anderen Einstellung zurück. Es fühlt sich wie nach Hause kommen an!
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Was sind die wichtigsten Erkenntnisse, die du aus deinem ersten Marathon des Sables gewonnen hast und die deine Vorbereitung in diesem Jahr beeinflusst haben?
Zwei Erkenntnisse, die mich beim Race geprägt haben:
• Die Füße etwa drei Wochen vor der Abreise richtig vorbereiten, um das Risiko von Blasen im Race zu minimieren
• Den richtigen Rucksack auswählen und richtig packen
Das ist bei einem Rennen wie diesem, bei dem man alles mit sich führt, was man für eine Woche braucht, unverzichtbar. Ein gut organisierter Rucksack, der für dieses Abenteuer geeignet ist, ermöglicht es einem, effizienter zu laufen und das Gewicht während des Rennens weniger zu spüren. Da ich das jetzt weiß, kann ich dieses Abenteuer mit mehr Gelassenheit angehen.
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Wie hast du dich diesmal körperlich und mental auf den Marathon des Sables vorbereitet?
Es ist schwierig, sich auf die Hitze der Wüste vorzubereiten, wenn man sich mitten im kalten Winter rund um Paris befindet. Die beste Akklimatisierung erfolgt daher direkt vor Ort, indem man zwei bis drei Tage vor Rennbeginn anreist, um sich an die hohen Temperaturen zu gewöhnen. Wir kommen am Donnerstag an, da das Rennen am Sonntag startet, sodass uns ausreichend Zeit zur Anpassung bleibt. Zusätzlich gewöhnen wir uns durch ein regelmäßiges Lauftraining an die Belastung: In der Vorbereitung absolvieren wir jeden Sonntag lange Läufe, um Ausdauer und Routine weiter zu stärken.
Psychisch gibt mir der Umstand, das Rennen bereits einmal absolviert zu haben, viel Selbstvertrauen. Ich fühle mich bereit für diese Herausforderung und bin motiviert, eine zweite Medaille mit nach Hause zu nehmen. Auch die Gruppe ist ein wichtiger Faktor: Wie schon bei der ersten Teilnahme motivieren und unterstützen wir Laufpartner uns gegenseitig, damit wir gemeinsam die Ziellinie erreichen.
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Wie bist du bei der Planung deiner Ausrüstung, deiner Ernährung und der gesamten Rennlogistik vorgegangen?
Dieses Rennen erfordert eine fast militärische Organisation. Ich stelle für jeden Tag Verpflegungspakete zusammen und passe das Menü an die jeweilige Etappe an. Wir benötigen mindestens 2.000 Kalorien pro Tag, bei längeren Etappen erhöhe ich diese Menge jedoch auf etwa 3.700 Kalorien. Dank dieser Planung müssen wir nicht mehr darüber nachdenken, was wir essen – wir folgen einfach dem festgelegten Ablauf. Die Mahlzeiten bestehen aus gefriergetrockneten Gerichten, denen lediglich Wasser hinzugefügt wird. Heute gibt es eine große Auswahl, sodass es leicht ist, für Abwechslung in der Ernährung zu sorgen.
Was die übrigen wichtigen Dinge angeht, sortieren wir sie in verschiedene Taschen: eine für Toilettenartikel, eine weitere für Körperpflegeprodukte und so weiter. Du solltest Laufkleidung, Wechselkleidung und etwas Warmes für die Nacht einpacken, da es nach Sonnenuntergang kühl werden kann. Damit die Tasche so kompakt und leicht wie möglich bleibt, sollte die Kleidung dünn und leicht sein, damit sie problemlos hineinpasst.
Die Logistik ist beim Marathon des Sables von entscheidender Bedeutung. Ohne eine gute Organisation wirst du dich durch das Rennen quälen und völlig fertig zurückkommen!
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Was ist dein wichtigster Tipp für jemanden, der sich auf seinen aller ersten Marathon des Sables vorbereitet?
Lies die Artikel über den Marathon des Sables in unserem SportsShoes Blog!
Du solltest auch mit Leuten sprechen, die das Rennen bereits absolviert haben. Das habe ich vor meinem ersten Versuch getan und die besten Ratschläge kommen wirklich von jemandem, der das schon hinter sich hat. Unter Läufern herrscht ein starkes Gemeinschaftsgefühl, daher ist es einfach, Ratschläge zu bekommen und aus den Erfahrungen anderer zu lernen.
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Was sind deine persönlichen Ziele für das diesjährige Race?
Das Hauptziel ist dasselbe wie beim ersten Mal: die Ziellinie zu überqueren. Dieses Jahr werde ich außerdem versuchen, meine Platzierung zu verbessern – auch wenn es weitaus mehr Teilnehmer geben wird (1.500 im Jahr 2026 gegenüber 980 im Jahr 2024).
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Wenn du erfahren möchtest, wie Samirs Abenteuer beim Marathon des Sables begonnen hat, kannst du dir in unserem Blog seine Vorbereitung im Jahr 2024 anschauen.
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Sei gespannt auf weitere Updates, während wir Samir auch in diesem Jahr beim Marathon des Sables begleiten.
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